Was empfindet der Patient

Viele Patienten empfinden die osteopathische Behandlung als ein Art magisches Ereignis, durch das eine Aktivierung des eigenen Körperbewusstseins stattfindet und eine neue Form der Selbstwahrnehmung in Gang gebracht wird.

Durch das aufmerksame "Hände auflegen" tritt der Therapeut mit dem Gewebe des Patienten ins Gespräch und vermittelt dem Patienten, was er selbst wahrnimmt. Der Patient wird unbewusst zur innerlichen Mitarbeit angeregt. Während der Therapeut Spannungen im Körper des Patienten erspürt, geht der Patient mit auf Entdeckungsreise und kann mit seinen Geweben tiefer in Verbindung treten. Der Hände des Therapeuten wirken dabei wie eine Art Verstärker der eigenen Wahrnehmung. Häufig kommt es dabei vor, dass sich der Körper des Patienten nach einem initialen Impuls durch den Therapeuten selbst anfängt zu entwirren.

Das Gewebe funktioniert dabei wie ein Speicher für die Lebensgeschichte des Patienten. Es erinnert sich oft ebenso an körperliche Unfälle und Krankheiten wie an seelische Belastungen und Freuden. Durch das Gespräch mit dem Körper und dem Patienten können Erinnerungen wach werden, um sich neu zu integrieren.

Es ist immer wieder spannend und überraschend zu spüren, wie neue Zusammenhänge entstehen, alte sich auflösen und der Körper sich erlaubt , in einem freieren körperlichen und seelischen Gleichgewicht zu leben.


"Das Staunen ist der Anfang der Erkenntnis." (Platon, griechischer Philosoph, ca. 350 v.Chr.)
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